"Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fellen und kleidete sie." (1. Mose 3,21) - Damit begann offiziell die Existenz der Textilbranche mit dem Schöpfer als erstem Meister der Zunft. In heimischer Produktion hatte es zuvor nur zu den berühmten Feigenblättern gereicht.

Über die reine Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse hinaus hat sich die Herstellung und der Vertrieb von Textilien bereits im Mittelalter zu einem der bedeutendsten und lukrativsten Erwerbszweige entwickelt, dem so bedeutende Regionen wie die Niederlande und Norditalien die Grundlagen ihres Aufstieg verdankten.

Das aktuelle Bild, das hierzulande von der Textilbranche als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber existiert, ist dabei durchaus durchwachsen (und dabei denke ich nicht nur an den Schimpansen von Trigema). Der Eklat um die indische Produktion von KiK ist noch nicht ganz verklungen, bei Karstadt atmet man gerade gerettet auf und der einstige Quelle-Konkurrent Otto darf sich über die Wahl zum Top-Arbeitgeber der Fashion-Branche freuen.

Dass die Otto Group hier die Nase vorn zu haben scheint, liegt nicht nur an der vermeintlichen Schwäche der Mitbewerber. Hier hat eine gezielte Ausgestaltung und Stärkung der Arbeitgebermarke Erfolge gezeigt.

Die Employer-Branding-Kampagne der Otto Group ist im Frühling dieses Jahres ausführlich in der HR-Blogosphäre gewürdigt und analysiert worden. Dass es sich bei diesem Personalmarketing-Konzept um mehr als eine journalistisch interessante Eintagsfliege handelt, zeigt die repräsentative Online-Befragung von über 1.000 Absolventen, Young Professionals, jungen Führungskräften und Stellensuchenden mit Fokus auf der Modebranche.

Die Notwendigkeit dazu liegt für Textilbranche in den gleichen Faktoren begründet, wie für viele andere Gewerbezweige und Industrien auch: das gesuchte Personal ist nicht branchenspezifisch festgelegt. Controller, Key-Account-Manager, Marketing-Spezialisten, IT-Fachkräfte und viele andere mehr sind für eine große Bandbreite von Unternehmen attraktiv und notwendig.

Um so wichtiger ist es, sich als Arbeitgeber nicht nur von der unmittelbaren Konkurrenz abzuheben, sondern eine eigenständige Arbeitgebermarke durch konstantes zielgruppengerechtes Employer Branding aufzubauen und zu unterhalten.

Dass die Textilbranche wie viele andere auch nicht gerade überreichlich mit branchenspezifischen Rekrutierungsportalen gesegnet ist, zeigt auch die folgende Auswahl.

Portale mit Stellenausschreibungen für die Textil- und Modebranche:

Fashion United: Modejobs
http://www.fashionunited.de/_Stellenmarkt_der_Modebranche/

Fashion Links: Linksammlung für die Modebranche
http://www.fashion-links.de/

Textination: Kooperiert mit der Bundesagentur für Arbeit
http://textination.de/de/Jobs%20Karriere

Textilwirtschaft: Textil- und Modebranche
http://jobs.textilwirtschaft.de/

international

Apparel Search.com: Mode und Textil in den USA
http://www.apparelsearch.com/

fashion net: US Modenetzwerk
http://www.fashion.net/work/

Style Careers: Mode in den USA
http://www.stylecareers.com/

Bildquellenangabe: Rainer Sturm / pixelio.de