Eindrücke von der Personal 2010 in Stuttgart
2010-04-28
Bei strahlendstem Frühlingswetter mit sommerlicher Sonne fand am 27. und 28. April die "Personal 2010" in Stuttgart statt. Und wenn sonst schönes Wetter oft ein Grund zum Klagen ist, wenn man sich den ganzen Tag tief im Inneren einer Messehalle vergräbt, so trifft dies angenehmerweise nicht für die Neue Messe am Flughafen Stuttgart zu, deren Hallen mit reichlich Tageslicht gesegnet sind.
Die Personal 2010 war – im durchaus positiven Sinn – überschaubar. Von der Verteilung der Aussteller her fiel ein relativ hoher Anteil an IT-bezogenen HR-Dienstleistern auf. Die Online-Stellenbörsen waren vertreten durch Jobware, Monster, Stellenanzeigen.de und StepStone sowie MeineStadt, Die Sueddeutsche/Laufbahner und XING (ob Nicht-Anwesenheit wirklich „Fehlen“ bedeutet muss jeder selbst beurteilen). Viele kleine Aussteller aus dem Bereich der erweiterten Dienstleistungen wie Weiterbildung und Gesundheitsmanagement rundeten das Bild ab.
Bei den Besuchern war ein starkes Informationsbedürfnis deutlich – die Foren und Vorträge waren durchweg gut besucht und auch die Aktionsflächen mit vielen „Mini-Trainings“ konnten sich oft kaum gegen den Zulauf behaupten. Spürbar war eine große Unsicherheit was den Umgang mit den neuen Sozialen Netzwerken angeht – in vielen Vorträgen wurde das Thema angesprochen oder angerissen aber der große Wurf, den sich sicher viele gewünscht hätten, blieb aus. Hier wäre ein Keynote-Beitrag angemessen gewesen.
Von den Ausstellern gab es durchaus positive Resonanz, aber auch die Einschränkung, dass man die Notwendigkeit für einen weiteren HR-Messestandort/Termin wie in Hamburg nicht unbedingt sähe (so etwa Dr. Rust, Vertriebsleiter von Jobware).
Die Personaler scheinen sich zu rüsten für die antizipierte weitere Verknappung von Fachkräften, die mit einem stärkeren Anziehen der Konjunktur allerorten einherginge. Dafür spricht auch der Trend, sich um „flankierende Maßnahmen zu bemühen, wie sie etwa mit employer branding durch Firmenpräsentationen von JobTV24, kununu oder XING bei Vorträgen vorgestellt wurden. In diesen Kontext wurden dann auch oft die Social Media Ansätze und Medien (v.a. facebook und Twitter) gestellt, wenn in den Foren auf sie Bezug genommen wurde.
Vorab-Fazit: das Ambiente war sehr ansprechend. Die Besucher waren sehr interessiert. Zu Vielem ist man schlauer als vorher.
Aber: das Ende der offenen Fragen (Fachkräfte-Mangel, Social Media, Rekrutierungsstrategien) ist nicht absehbar und sie werden als solche deutlich wahrgenommen – nun wird es Zeit für Antworten, die man spätestens bei der nächsten Messe zu erhalten hofft.
Bildquelle: spring Messe Management GmbH & Co. KG