Einige wenige Ausbildungsberufe dominieren
2010-02-12
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat bekanntgegeben, dass im Jahr 2009 der Großteil der abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf nur 44 von 349 dualen Ausbildungsberufen entfiel. Damit setzt sich ein Trend fort, der bei den weiblichen Azubis sogar noch deutlich zugespitzt zutage tritt - hier konzentrieren sich 75% auf lediglich 23 unterschiedliche Ausbildungen.
Spitzenreiter bei den eingeschlagenen Berufswegen sind bei jungen Männern der Kfz-Mechatroniker, gefolgt von Einzelhandelskaufmann und Industriemechaniker. Bei den jungen Frauen werden die oberen drei Plätze von der Einzelhandelskauffrau, der Verkäuferin und der Bürokauffrau gestellt.
Zu erwähnen ist noch, dass die häufigsten Ausbildungsberufe, die von jungen Männern ergriffen werden, in der bestehenden Berufswelt auch zum allergrößten Teil nur von Männern ausgeübt werden. Hier zeichnet sich deutlich ab, dass dieses System in punkto Verteilung auf Berufsbilder und unter Geschlechteraspekten für die Arbeitswelt der Zukunft zu unflexibel sein dürfte. Zu wenige Frauen dürften den Schritt in ein technisch orientiertes Berufsfeld wagen und ob die derzeit beliebtesten Ausbildungsberufe auch in Zukunft diejenigen sein werden, die am meisten gebraucht werden, drüfte ein weiterer Prüfstein für den Arbeitsmarkt am Standort Deutschland sein.
Weitere Informationen sind in der aktuellen Ausgabe der BIBB-Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis - BWP" (Heft 1/2010) zu finden:
http://www.bwp-zeitschrift.de/.
Zur Pressemitteilung: http://www.bibb.de/de/54377.htm