2010-02-11

Warum sollte man eigentlich Physik studieren? Um die Atomkraft zu retten, das Raum-Zeit-Kontinuum auf der Suche nach Schwarzen Löchern zu durchpflügen oder Bundeskanzlerin zu werden?

Um diese und andere Fragen nicht derart unseriös im Raum (oder der Zeit) stehen zu lassen, hat sich das Institut der deutschen Wirtschaft Köln in einer Pressemitteilung zu den Berufsoptionen für Physiker geäußert.

So seien Physiker im Arbeitsmarkt diejenigen Akademiker mit den breitesten Einsatzspektrum, da etwa 75% der Absolventen nicht in ihrem Fachgebiet arbeiten würden. Neben verwandten Gebieten wie Informatik, Mathematik und Teillen des Ingenieurwesens finden sich Physiker dann auch auch Führungspositionen und im Dienstleistungsbereich wieder. Das bedeutet dann natürlich auch, dass das Physikstudium keine erste Wahl bei einer Ausrichtung auf den Arbveitsmarkt darstellt. Wer sich dennoch erfolgreich im Markt platziert, kann dann mit einem relativ hohen Verdienstniveau rechnen - etwa als Manager oder Consultant.

Die Studie "Physikerinnen und Physiker im Beruf – Arbeitsmarktentwicklung, Einsatzmöglichkeiten und Demografie" im Auftrag der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. liefert weitere Details.

Dabei verzeichnet die Physik einen drastischen Schwund an Abgängern - was kaum verwundern dürfte, wenn man Streuung der Berufsbilder betrachtet. Wenn man mehr qualifizerte Physiker mit ihren Schlüsselqualifikationen von analytischem Denken und vertieften EDV-Kenntnissen erhalten möchte, ist es mit "Girls-Days" bei Universitäten und Instituten nicht getan.

Hier muss vor allem eine Schärfung des Profils dieser Wissenschaft und vor allem ihrer Anwendungsgebiete her - denn Grundlagenforschung stellt für die Berufswahl kaum noch einen Anreiz dar, vor allem wenn man die schwindenden Optionen für akademische und universitäre Karrieren bedenkt. Wozu eine Physikstudium gut ist, müsste bereits in der Schule vermittelt werden und die Studiengänge benötigen eine stärke berufspraktische Orientierung und Einbindung in die Berufswelten, in denen Physiker gesucht werden.

Um das Image der im Schwinden begriffenen Physik zu verbessern braucht es dann substantiell mehr als den Verweis auf den Umstand, dass Brian May (welcher junge Mensch kennt den heute noch...) Doktor der Physik ist.

Zur Pressemitteilung:

http://www.iwkoeln.de/tabid/2277/ItemID/24344 /language/de-DE/Default.aspx

Zur Studie (download):

http://www.iwkoeln.de/Portals/0/pdf/pm07_10iwd.pdf

Einige Stellenbörsen für Physiker und Artverwandte in Deutschland:

Academics.de: Allgemein für Akademiker
http://www.academics.de/home.html

Akademiker-online.de: Für Akademiker aller Art
http://akademiker-online.de

alma-mater.de: Für Hochschulabsolventen und Akademiker
http://www.alma-mater.de

Computerwoche: Kooperiert mit Stepstone
http://www.stepstone.computerwoche.de

Connecticum: Stellenmarkt des Campus-Anzeigers
http://www.connecticum.de/stellenmarkt

duz: Online-Stellenmarkt der Deutschen Universitätszeitung
http://www.duz.de/docs/stellenmarkt.html

Forschung und Lehre: Kooperiert mit Academics.de
http://www.forschung-und-lehre.de

geojobs.de: Portal von GEObranchen
http://www.geojobs.de/

heise jobs: Stellenmarkt des Verlages der c't
http://www.heise.de/jobs/

Hochschulstellenmarkt: Uni-Stellen
http://www.hochschulstellenmarkt.de/

Ingenieurweb: für Ingenieure aller Art
http://www.ingenieurweb.de/

Ingenieurkarriere: Stellenmarkt der VDI Nachrichten
http://www.ingenieurkarriere.de/Stellenmarkt

Math-jobs.com: Weltweit für Mathematiker
http://www.math-jobs.com/

new-prof.de: Kleines Wissenschaftsportal
http://www.new-prof.de/

pro-physik.de: Physik-Portal mit Stellenmarkt
http://www.pro-physik.de/Phy/jobs.do?mid=8

Science-jobs.de: Mailingservice der Universität Heidelberg
http://listserv.uni-heidelberg.de/science-jobs-de/